6. Oktober 2026

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Bavarian Robotic Summit 2026 im Patch.Work: Humanoide Robotik im Realitätscheck

Drei humanoide Roboter, Stimmen aus Politik, Industrie und Forschung und ein ausgebuchtes Haus: Beim Bavarian Robotic Summit 2026 haben wir in Seeon gemeinsam mit rosenheim robotics geschaut, was zwischen Hype und Realität liegt.

Am 5. Oktober 2026 wurde das Patch.Work in Seeon zum Treffpunkt für alle, die wissen wollten, was humanoide Robotik heute wirklich kann. Gemeinsam mit rosenheim robotics haben wir den Bavarian Robotic Summit 2026 ausgerichtet: mit 100 Anmeldungen restlos ausgebucht, dazu eine Warteliste – und mit drei humanoiden Robotern, die nicht nur auf der Bühne standen, sondern durchs ganze Haus gelaufen sind.

„Wer hätte das vor sechs Jahren gedacht?“

Mit dieser Frage hat Stefan Daxenberger die Gäste begrüßt. Vor rund sechs Jahren schrieb er seine Masterthesis zum Thema Coworking im ländlichen Raum – daraus ist Patch.Work entstanden. „Dass wir sechs Jahre später hier stehen und drei humanoide Roboter auf unserer Fläche bestaunen können, hätte ich damals wohl nicht gedacht“, so Stefan. „Aber das Ziel war schon damals, spannende Zukunftsthemen direkt zum Mittelstand hier im Chiemgau zu bringen.“

Genau dafür ist Patch.Work gemacht: ein Ort auf dem Land, an dem gearbeitet, getagt und sich ausgetauscht wird. Unter einem Dach finden sich 85 Arbeitsplätze, 14 Büros, Meetingräume, der Eventspace E1 und das Café – und immer wieder Veranstaltungen, die neue Themen greifbar machen. Kurze Wege statt Messehalle in der Großstadt.

Der Abend: vom Get-together bis zum Panel

Los ging es um 17:30 Uhr mit einem Get-together bei Snacks und Drinks. Um 18:00 Uhr eröffnete Dominik Sinzinger von rosenheim robotics den Abend, bevor Stefan Daxenberger die Gäste im Namen von Patch.Work begrüßte und an Konrad Baur, Landtagsabgeordneter für den Stimmkreis Traunstein, übergab.

Danke, Konrad Baur

In seinen Grußworten ordnete Konrad Baur humanoide Robotik aus politischer Sicht ein und spannte den Bogen zum Unternehmertum in der Region. Als direkt gewählter Abgeordneter im Bayerischen Landtag, Stadtrat in Traunstein und Kreisrat im Landkreis Traunstein kennt er beide Seiten: die Politik und – als Gründer und ehemaliger Projektleiter in der Softwareentwicklung – das Unternehmertum. Seine Gedanken haben wir uns sehr zu Herzen genommen. Denn genau darum geht es uns: Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort einen Raum zu geben, in dem sie Zukunftsthemen früh kennenlernen, Fragen stellen und miteinander ins Gespräch kommen. Das war auch der Grund, warum wir unsere Fläche für diesen Abend zur Verfügung gestellt haben – denn genau dafür haben wir Patch.Work erdacht. Herzlichen Dank an Konrad Baur für seine Worte!

Drei Perspektiven: Industrie, Forschung und Alltag

Danach ging es inhaltlich in die Tiefe – in drei kompakten Keynotes:

  • Industrie – Thomas Nagel (rosenheim robotics): wie humanoide Robotik in der Industrie eingesetzt werden soll und kann

  • Forschung – Prof. Dr. Andreas Straube (TH Rosenheim): wo die Forschung steht und an welchen Projekten die Hochschule arbeitet

  • Alltag (B2C) – rosenheim robotics: wo sich das Unternehmen sieht, nämlich als Vermittler zwischen Herstellern und Markt

Als Überraschungsgast kam James Pearn mit dem „Westend-Roboter“ dazu, der in München bereits für einiges Aufsehen gesorgt hat. In der anschließenden Paneldiskussion, moderiert von Stefan Daxenberger, sprachen Politik und Speaker gemeinsam über Chancen und Grenzen der Technologie.

Die wichtigste Erkenntnis: Roboter lernen vom Menschen

Besonders hängen geblieben ist der Vortrag der TH Rosenheim: Humanoide Robotik steht noch am Anfang. Die Hardware ist beeindruckend – doch damit ein Roboter in der Produktion oder im Alltag wirklich arbeiten kann wie wir, muss er vor allem eines: lernen. Und zwar vom Menschen.

Ein Weg dahin ist die sogenannte Teleoperation: Ein Mensch steuert den Roboter über eine VR-Brille und macht ihm Handgriffe vor. Diese Bewegungen werden aufgezeichnet und dienen als Trainingsdaten für die KI, die den Roboter später selbstständig steuern soll – man spricht von Imitation Learning. Für jede neue Aufgabe braucht es viele solcher Demonstrationen. Entsprechend groß ist die Aufgabe, die noch vor uns liegt.

„Mich hat erstaunt, wie viel humanoide Roboter noch vom Menschen lernen müssen“, sagt Stefan Daxenberger. Genau das konnten die Gäste live erleben: Die TH Rosenheim hatte ihren humanoiden Roboter samt VR-Brille dabei und zeigte vor Ort, wie er für bestimmte Aufgaben trainiert wird.

Robotik zum Anfassen

Nach dem offiziellen Teil hieß es: selbst ausprobieren. Die drei Roboter liefen durchs Haus, ließen sich aus nächster Nähe anschauen und per Fernbedienung auch selbst steuern. Bei Snacks und Getränken ging der Austausch mit den Referenten weiter.

Fotos:

Danke an alle Beteiligten

Ein großes Dankeschön an Dominik Sinzinger, Julian Schmelzer und Thomas Nagel von rosenheim robotics, an Prof. Dr. Andreas Straube und die TH Rosenheim, an Konrad Baur MdL, an James Pearn und an alle Gäste, die den Abend zu dem gemacht haben, was er war: ein ehrlicher Blick zwischen Hype und Realität – mitten im Chiemgau.

Eure Veranstaltung im Patch.Work

Ihr plant einen Fachabend, eine Tagung oder ein Offsite im Chiemgau? Im Eventspace E1 finden bis zu 150 Personen Platz, dazu kommen Meetingräume für Breakouts, das Café und Catering aus dem Haus. Schreibt uns an veranstaltung@patch-work.co – wir erstellen euch gern ein Angebot.

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